Schweizer verlieren auch gegen Schweden
Im Mitteldrittel drehten die Schweizer vor nur 1880 Zuschauern zwischenzeitlich einen 0:1-Rückstand (11.) in eine 2:1-Führung (27.). Dominik Egli glich in der 22. Minute im ersten Powerplay seiner Mannschaft in diesem Spiel mit einem Weitschuss zum 1:1 aus. Der Davoser Verteidiger profitierte davon, dass Dario Allenspach dem schwedischen Goalie Arvid Holm perfekt die Sicht nahm.
In der 27. Minute kamen die Schweden zu ihrem ersten Überzahlspiel. Der Wechselfehler der Schweizer rächte sich jedoch nicht - im Gegenteil. Elf Sekunden später gelang Denis Malgin nach einem perfekt getimten Pass von Sven Andrighetto ein Shorthander zum 2:1.
Die Schweizer mussten allerdings noch im zweiten Drittel den Ausgleich hinnehmen. Dabei war auch Pech im Spiel: Verteidiger Maximilian Streule lenkte einen Schuss von Adam Ollas Mattsson unglücklich ins eigene Gehäuse. In der 44. Minute scheiterte Andrighetto an der Latte, drei Minuten später brachte Filip Eriksson die Skandinavier mit dem Schlittschuh mit 3:2 wieder in Führung.
In der 52. Minute vergab Allenspach eine Topchance zum 3:3. Anstatt weiter auf den Ausgleich zu drücken, kassierte Ken Jäger in der 55. Minute in der Angriffszone eine dumme Zweiminutenstrafe. Diese nutzten die Schweden zum 4:2 (57.). Der bei den Rapperswil-Jona Lakers tätige Verteidiger Jacob Larsson bezwang nach einem Pass von ZSC-Stürmer Jesper Frödén den soliden Schweizer Keeper Ludovic Waeber ein viertes Mal. Kurz darauf musste auch noch Andrighetto auf die Strafbank, sodass eine Schlussoffensive ausblieb.
«Es war kein schlechtes Spiel von uns», sagte Jäger gegenüber SRF. In der Offensive seien sie jedoch zu wenig zwingend, zu wenig gradlinig gewesen. Im Vergleich zur Partie gegen Finnland seien sie in der eigenen Zone aggressiver gewesen, hätten sie versucht, den Puck rascher zu gewinnen, um in die andere Richtung gehen zu können. Das habe geholfen. Allerdings ging der Sieg der Schweden, die wieder vom einstigen ZSC-Trainer Rikard Grönborg gecoacht werden, in Ordnung. Sie waren das aktivere Team, was das Schussverhältnis von 38:13 unterstreicht.
Zum Abschluss des Turniers treffen die Schweizer am Sonntag um 13.30 Uhr auf Tschechien.
Telegramm:
Schweden - Schweiz 4:2 (1:0, 1:2, 2:0)
Helsinki. - 1880 Zuschauer. - SR Brander/Neva (FIN). - Tore: 11. Stjernborg (Cederqvist, Fagemo) 1:0. 22. Egli (Nussbaumer, Hofmann/Ausschluss De la Rose) 1:1. 27. Malgin (Andrighetto/Ausschluss Simic!) 1:2. 37. Mattsson (Sundsvik, Lundberg) 2:2. 47. Eriksson (Berglund, Bemström) 3:2. 57. Larsson (Frödén, Lodin/Ausschluss Jäger) 4:2. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Schweden, 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz
Schweiz: Waeber; Kukan, Dionicio; Jung, Geisser; Egli, Streule; Schwendeler; Nussbaumer, Malgin, Andrighetto; Hofmann, Senteler, Kessler; Reber, Jäger, Allenspach; Simic, Müller, Alge; Derungs.
Schweden: Holm; Pudas, Larsson; Filip Johansson, Mattsson; Pontus Johansson, Lundberg; Frödén, Berglund, Lodin; Sylvegaard, De la Rose, Hugg; Fagemo, Stjernborg, Cederqvist; Bemström, Sundsvik, Eriksson.
Bemerkungen: Schweiz ohne Marti, Frick, Kurashev, Bertschy (alle überzählig) und Aeschlimann (Ersatzgoalie). - 44. Lattenschuss Andrighetto. - Länderspiel-Debüt von Schwendeler. - Schüsse: Schweden 38 (15-9-14); Schweiz 13 (5-5-3). - Powerplay-Ausbeute: Schweden 1/3; Schweiz 1/2.