Teichmann wehrt drei Matchbälle ab und steht im Halbfinal
Die 28-jährige Linkshänderin erlebte gegen die 22-jährige Lokalmatadorin, die dank einer Wildcard im Hauptfeld stand, ein Wechselbad der Gefühle. Nach einem souveränen ersten Satz, in dem sie bei eigenem Aufschlag nur gerade drei Punkte abgab, schien die Partie auf einem guten Weg zu sein. Beim Stand von 6:1, 5:4 und 0:30 bei gegnerischem Aufschlag fehlten Teichmann, die kurz zuvor zehn Punkte in Serie gewonnen hatte, nur noch zwei Punkte zum Sieg.
Doch die Schweizerin verpasste es in diesem Moment, den Sack zuzumachen. In der Folge kippte das Momentum, und im Entscheidungssatz wurde es richtig eng: Beim Stand von 4:5 und 40:15 für Kabbaj musste Teichmann zwei Matchbälle in Folge abwehren. Einen dritten Matchball rettete sie bei 5:6 im entscheidenden Tiebreak, bevor sie das Blatt mit den letzten drei gewonnenen Punkten des Matches endgültig wendete.
Rückkehr in die Top 200 und intakte Titelchancen
Für Teichmann ist es der erste Halbfinal-Einzug auf der WTA-Tour seit Juli 2025 im rumänischen Iasi, wo die ehemalige Weltnummer 21 auf Sand bis in den Final vorstiess. Dank des hart erkämpften Erfolgs in Marokko wird sie in der Weltrangliste einen Sprung nach vorne machen und voraussichtlich auf Position 170 klettern.
Nun ist beim Turnier in Rabat alles möglich. Ihre nächste Gegnerin, die Kroatin Petra Marcinko (WTA 76), liegt sportlich absolut in ihrer Reichweite. Dasselbe gilt für die möglichen Kontrahentinnen aus dem anderen Halbfinal: die Ungarin Panna Udvardy (WTA 68) und die Ukrainerin Anhelina Kalinina (WTA 84).