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Zeitfahr-Weltmeisterin Marlen Reusser verteidigt auch EM-Gold

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Zeitfahr-Weltmeisterin Marlen Reusser verteidigt auch EM-Gold

7. Oktober 2026, 15:38 Uhr
Marlen Reusser triumphierte im slowenischen Sencur überlegen vor Demi Vollering
© KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Marlen Reusser gewinnt zum bereits fünften Mal EM-Gold im Zeitfahren. Wie im Vorjahr verteidigt die 35-jährige Bernerin in Slowenien den kontinentalen Titel im Trikot der Weltmeisterin.

Auf der Strecke von 22 km rund um Sencur, die in der Mitte einen grösseren Anstieg beinhaltete, baute Reusser ihren Vorsprung auf die zweitklassierte Demi Vollering kontinuierlich aus. Im Ziel lag die Niederländerin, die in Rundfahrten und wichtigen Eintagesrennen zuletzt fast unbesiegbar war und nach dem WM-Titel in Kanada vor drei Tagen auch das EM-Strassenrennen gewonnen hatte, um mehr als 23 Sekunden hinter der Siegerin zurück. Die drittklassierte Französin Juliette Berthet büsste gar bereits mehr als eine Minute ein.

In Montreal hatte Reusser auf dem Weg zu ihrem zweiten WM-Titel im Zeitfahren der Konkurrenz pro Kilometer auch eine Sekunde und mehr abgenommen. Die in Kanada zweitplatzierte Britin Zoe Bäckstedt lag nach 39 km um 40 Sekunden hinter der besten Zeitfahrerin der Gegenwart zurück.

Reusser «super zufrieden»

«Es war ein schöner Tag. Da es mein letztes wichtiges Rennen der Saison war, konnte ich es entspannt angehen. Ich wollte es gut machen und bin super zufrieden, dass ich gewinnen konnte», sagte Reusser nach ihrem fünften Zeitfahr-EM-Gold nach 2021, 2022, 2023 und 2025 im TV-Interview.

Mit Steffi Häberlin startete in Slowenien eine zweite Schweizerin zur Prüfung gegen die Uhr. Die Ostschweizerin klassierte sich mit fast vier Minuten Rückstand auf Reusser im 15. Rang.

Küng verpasst Bronze um sieben Sekunden

Bei den Männern fehlten Stefan Küng, dem Europameister von 2020 und 2021, am Ende sieben Sekunden auf die Bronzemedaille. Der Thurgauer wurde Fünfter. Um den Sieg kämpften der Slowene Primoz Roglic und der Franzose Bruno Armirail. Der Einheimische entschied das Duell mit gut sechs Sekunden Vorsprung für sich. Auch der 3. Platz ging durch Maxime Decomble nach Frankreich. Der zweite Schweizer Mauro Schmid klassierte sich im 14. Rang.

Küng hatte sich am Ende einer komplizierten Saison durchaus Chancen auf das Podest ausgerechnet. Am Ende verlor aber im nicht auf ihn zugeschnittenen Anstieg aber etwas zu viel Zeit. bei der ersten Zwischenzeit nach acht Kilometern lag er als Neunter vierzehn Sekunden hinter Decomble. In der Abfahrt machte der 32-jährige Ostschweizer zwar Zeit gut, im letzten Streckenteil konnte er aber nicht mehr zusetzen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 7. Oktober 2026 15:38
aktualisiert: 7. Oktober 2026 15:38