Zwei iranische Fussballerinnen in Australien eingebürgert
Die 22- und die 34-jährige Sportlerin hatten vergangenen März während des Asien Cups Asyl in Australien beantragt, fünf weitere Kolleginnen taten dies ebenfalls. Hintergrund war, dass die Mannschaft vor dem Auftaktspiel die Nationalhymne nicht mitgesungen hatte. Im Iran wurde das als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet. Staatsmedien bezeichneten sie später als «Verräterinnen», auch wenn sie bei den folgenden Partien wieder mitsangen und salutierten.
Fünf der Spielerinnen kehrten nach massivem Druck auf ihre Familien schliesslich doch in den Iran zurück, Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh taten dies nicht. Nun erhielten sie bei einer Zeremonie mit Innenminister Tony Burke ihre neuen Dokumente überreicht. Die Sportlerinnen streben nun eine Profi-Karriere in Australien an.