Handel mit wilden Arten ist laut Studie viel grösser als gedacht
Die tatsächliche Zahl könnte aber noch deutlich höher liegen, weil in vielen Ländern systematische Daten über Handel und Entnahme fehlen. Das geht aus einer im Fachjournal «Science Advances» veröffentlichten Studie unter Leitung der Universität Melbourne hervor.
Bisherige Schätzungen, darunter eine Analyse des Weltbiodiversitätsrats IPBES, waren von rund 50'000 international gehandelten Arten ausgegangen. Die neue Untersuchung erfasst allein mehr als 47'000 Tierarten. Hinzu kommen fast 50'000 genutzte Pflanzenarten sowie Pilze.
«Wenn wir an den Handel mit wildlebenden Arten denken, denken wir meist an den illegalen Handel mit Elefanten, Tigern und Schuppentieren. Aber es geht um sehr viel mehr», sagte die Studienleiterin Alice Hughes laut einer Pressemitteilung.