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Italiens Behörden gehen gegen illegale Bauten an Stränden vor

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Italiens Behörden gehen gegen illegale Bauten an Stränden vor

3. August 2026, 05:37 Uhr
Das Baden am Mittelmeer kann in Italien teuer werden: Für Schirme und Liegen werden in Strandbädern teils horrende Preise verlangt. Jetzt gehen die Behörden in mehreren Regionen dagegen vor. (Archivbild)
© KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE
An Italiens Stränden gehen die Behörden strenger gegen illegale Bauten vor. In Ostia, dem Stadtstrand der Hauptstadt Rom, wurden mehrere privat betriebene Strandbäder auf Anweisung der Stadtverwaltung geschlossen.

Mitten in der Hochsaison werden derzeit zwei kommerzielle Bäderbetriebe abgerissen. An deren Stelle soll ein öffentlicher Strand entstehen, der für alle frei zugänglich und kostenlos ist. Auch in anderen Regionen wie Ligurien und Apulien gibt es solche Bestrebungen.

Entlang von Italiens 7500 Kilometer Mittelmeerküste gibt es Tausende privat betriebene Bäder, die Liegen und Schirme vermieten - eine über Jahrzehnte gewachsene Tradition. Aktuell liegt die Durchschnittsmiete für zwei Liegen und Schirm bei etwa 40 Euro pro Tag. Jetzt jedoch gehen die Behörden in mehreren Regionen dagegen vor, dass man nur ans Meer gelassen wird, wenn man dafür bezahlt. Zudem sorgt für Ärger, dass hohe Zäune und Mauern vielerorts den Zugang versperren.

Mehr als die Hälfte der Strände in Hand von privaten Betreibern

Dabei gehört die Küste - so wie anderswo in Europa - auch in Italien eigentlich dem Staat. Von Gesetzes wegen müsste das Ufer überall für jedermann frei und kostenlos zugänglich sein. Mehr als die Hälfte der Strände ist jedoch privat verpachtet. Offiziell gibt es in Italien mehr als 7300 sogenannte Stabilimenti Balneari. Die meisten sind Familienbetriebe.

Das striktere Vorgehen der Behörden hängt auch mit einer EU-Richtlinie von 2006 zusammen, deren Umsetzung in Rom immer wieder hinausgeschoben wurde. Demnach müssen die staatlichen Konzessionen für Strandabschnitte regelmässig neu ausgeschrieben werden, weil es sich um öffentlichen Grund handelt. Nun soll 2027 damit begonnen werden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 3. August 2026 05:37
aktualisiert: 3. August 2026 05:37