Ölpreise steigen nach neuen Angriffen im Nahen Osten
Der Iran reagierte mit Angriffen auf US-Ziele in Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Danach verteuerte sich am frühen Morgen ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober um gut 1 Prozent auf über 90 US-Dollar.
In der vergangenen Woche hatten die Ölpreise angesichts einer relativen militärischen Beruhigung nachgegeben. Die Friedensbemühungen und Verhandlungen sind inzwischen jedoch ins Stocken geraten. Gleichzeitig bleibt die Strasse von Hormus weitgehend geschlossen. Vor dem Krieg wurde durch die Meerenge rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gasangebots transportiert.
Die jüngste Eskalation zeige, wie fragil die zuletzt verbesserte Lage beim Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus bleibe, sagte Marktstratege Stephen Innes von Quintex Intel der Nachrichtenagentur AFP. Die Risiken für den Transport könnten sehr schnell wieder in den Fokus der Rohstoffmärkte rücken.