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Spannungen im Iran treiben Gaspreis in die Höhe

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Spannungen im Iran treiben Gaspreis in die Höhe

20. April 2026, 09:23 Uhr
Die anhaltenden Spannungen im Iran-Konflikt treiben die Energiepreise in Europa in die Höhe. Auch für Gas muss am Montag deutlich mehr bezahlt werden als noch Ende letzter Woche.(Symbolbild)
© KEYSTONE/DPA/HAUKE-CHRISTIAN DITTRICH
Der Preis für europäisches Erdgas ist nach Rücknahme der Öffnung der Strasse von Hormus durch den Iran deutlich gestiegen. Die Hoffnung auf eine baldige friedliche Lösung im Nahen Osten sind zu Beginn der neuen Woche auch an den Rohstoffmärkten verflogen.

An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat um fast sechs Prozent auf 41,02 Euro je Megawattstunde (MWh) zu.

Am Wochenende hatte der Iran die angekündigte Öffnung der Strasse von Hormus wieder rückgängig gemacht. Teheran geht dort militärisch gegen Schiffe vor. Für Spannungen sorgte vor allem die Seeblockade der USA in der Strasse von Hormus: Die US-Marine hatte am Sonntag einen iranischen Frachter angegriffen und unter ihre Kontrolle gebracht. Irans Militär warf den USA «bewaffnete Seepiraterie» vor und kündigte eine Reaktion an.

Der Iran-Krieg und die faktische Blockade der wichtigen Handelsrouten von den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Strasse von Hormus hatte den Gaspreis im März zeitweise auf 74 Euro je Megawattstunde getrieben. Vor dem Beginn des Iran-Kriegs lag der Preis bei etwa 31 Euro.

Quelle: sda
veröffentlicht: 20. April 2026 09:23
aktualisiert: 20. April 2026 09:23